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SPIELARTEN DER ROMANTIK Zwischen Volks- und Kunstmusik Im 19. Jahrhundert erwacht das Interesse an der „Volkskultur“. Es gibt erste offizielle Feldforschungen und Liedersammlungen. Auch in Mondsee verfasst die Familie Perner im Jahr 1827 eine Liederhandschrift, die einen Einblick in das Liedgut und die Geisteshaltung der Zeit gibt und „...worinnen /Adfentlieder, Weihnacht und Fastenlieder wie auch zur Auferstehung einige Frauenlieder und am Ende auch Weltliche Lieder beigesetzt sind.“ Die „Nationalsänger“ formieren sich, welche die alpinen und nationalen Gesänge konzertant künstlerisch überhöht darbieten und das „österreichische Lied“ inklusive der damit bis heute verbundenen Klischees in alle Welt verbreiten. Natürlich greifen auch die Komponisten der Zeit die Modeerscheinung auf und komponieren im „Volkston“ oder gar „Jodellieder“, wobei die in Wien lebenden Musiker mit einer ganz besonderen Vermischung von Kunst- und Volksmusik konfrontiert sind: Im Wien des 19. Jahrhundert blüht ein einzigartiger Gesangsstil. 1837 wird er erstmals vom (Schubert-) Dichter und Dramatiker Johann Gabriel Seidl beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt muss er jedoch bereits im Wiener Musikleben etabliert gewesen sein, denn er hat einen fixen Platz in den Liedern und Couplets der Wiener Volksstücke (Castelli, Nestroy etc.). Der „Wiener Dudler“ erinnert in seinem Wechsel von Kopf- und Bruststimme und durch das Silbensingen an den alpinen Jodler, die Art der Stimmgebung macht ihn aber eher zu einem „Koloraturgesang im Wiener Dialekt“. Er ist zutiefst mit dem Wiener Lebens- und Musikstil der Zeit verbunden, steht in engem Zusammenspiel mit der Entwicklung der legendären „Weaner Tanz“ und der so genannten „Schrammel-Musik“, benannt nach den beiden Konzertgeigern und Brüdern Johann und Josef Schrammel, die ab 1878 in Nussdorf beim Heurigen die „alten Wiener Melodien“ spielen. Zu ihren Bewunderern und Zuhörern zählen Johann Strauss und Johannes Brahms. Agnes Palmisano und die Musiker von Viennart (Helmut Stippich: Akkordeon, Daniel Fuchsberger: Kontragitarre und Reinhard Uhl: Klarinette) sind der österreichischen Volks- und Kunstmusik des 19. Jahrunderts auf der Spur, lassen sich – ganz im damaligen Sinn – inspirieren und wagen manch augenzwinkernde Querverbindungen, die Ohren und Gemüt erfreuen... Mit Werken von Mozart, Schubert, Rossini, Schumann, Strauss, Schrammel, Mahler und aus dem Repertoire der "Volksmusik" www.musiktage-mondsee.at |
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