Agnes Palmisano und Viennart

ALPENROMANTIK: Agnes Palmisano und die Musiker von Viennart sind der alpenländisch geprägten Volks- und Kunstmusik des 19. Jahrhunderts auf der Spur, lassen sich inspirieren und schaffen Querverbindungen, die Ohren und Gemüt erfreuen.

Agnes Palmisano

Helmut Stippich – Akkordeon

Daniel Fuchsberger –

Kontragitarre Reinhard Uhl – Klarinetten

Agnes Palmisano überschreitet lustvoll wie gekonnt die Grenzen zwischen Volks- und Kunstmusik ebenso wie jene der so genannten „E“ und „U“ Musik. Ihre Stimme spielt alle Farben und Facetten – schwindelnd hoch bis rauchig tief, süß und lieblich bis bodenständig und derb. Die gebürtige Wienerin hat sich der Wiederbelebung des Wiener Dudlers, Melange aus Jodler und Koloraturgesang des 19. Jahrhunderts, verschrieben. Ihre stimmliche Ausdruckskraft, pointierte Vortragskunst und natürliche Erscheinung machen sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.

VIENNART: Boygroup? Kammerorchester? Volksmusikcombo? Männerchor?
Die in Graz lebenden Musiker Helmut Stippich (Akkordeon), Reinhard Uhl (Klarinette) und Daniel Fuchsberger (Kontragitarre) singen, jodeln, dudeln und legen ihrer Diva die kuscheligsten Klangteppiche: Mal das raffinierte Arrangement eines Schubertliedes, dann wieder eine wilde Improvisation, die mitten ins Herz trifft.

SPIELARTEN DER ROMANTIK

Zwischen Volks- und Kunstmusik

Im frühen 19. Jahrhundert formieren sich die „Nationalsänger“. Ihre alpinen und nationalen Gesänge treffen den Geschmack der Zeit, sie feiern ihre Erfolge nicht nur in der Hauptstadt Wien, sondern verbreiten das „österreichische Lied“ inklusive der damit bis heute verbundenen Klischees in alle Welt.

Natürlich greifen auch die Komponisten der Zeit die Modeerscheinung auf und komponieren im „Volkston“oder gar „Jodellieder“, wobei die in Wien lebenden Musiker mit einer ganz besonderen Vermischung von Kunst- und Volksmusik konfrontiert sind:

Im Wien des 19. Jahrhundert blüht ein ganz eigener Gesangsstil. 1837 wird er erstmals vom (Schubert-) Dichter und Dramatiker Johann Gabriel Seidl beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt muss er jedoch bereits im Musikleben etabliert gewesen sein, denn er hat bereits einen fixen Platz in den Liedern und Couplets der Wiener Volksstücke (Castelli, Nestroy etc.).

Der „Wiener Dudler“ erinnert in seinem Wechsel von Kopf- und Bruststimme und durch das Silbensingen an den alpinen Jodler, die Art der Stimmgebung macht ihn aber eher zu einem „Koloraturgesang im Wiener Dialekt“. Er ist zutiefst mit dem Wiener Lebens- und Musikstil der Zeit verbunden, steht in engem Zusammenspiel mit der Entwicklung der legendären „Schrammel-Musik“, benannt nach den beiden Konzertgeigern und Brüdern Johann und Josef Schrammel, die ab 1878 in Nussdorf beim Heurigen die „alten Wiener Melodien“ spielen.

Agnes Palmisano und die Musiker von Viennart sind der (österreichischen) Volks- und Kunstmusik des 19. Jahrunderts auf der Spur, lassen sich – ganz im damaligen Sinn – inspirieren und wagen manch augenzwinkernde Querverbindungen, die Ohren und Gemüt erfreuen…

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